Wer eine Community auf Skool hat, kommt an Alex Hormozi kaum vorbei. Er taucht auf der Website von Skool auf, er präsentiert die Skool Games, und seine Bücher über Angebote, Kundengewinnung und Money Models gehören zu den meistzitierten unter Community-Betreibern. Die nützliche Frage ist aber nicht, wer er ist. Sondern: Was kannst du dir morgen für deine eigene Community von ihm abschauen?

Genau darum geht es hier. Zuerst, in wenigen Zeilen, was Hormozi mit Skool zu tun hat, getrennt nach dem, was belegt ist, und dem, was im Netz nur weitererzählt wird. Danach seine bekanntesten Ideen, übersetzt in konkrete Entscheidungen in Skool: die About-Seite, die kostenlose Testphase, die Preisstufen, die Kurse, die Affiliates. Und damit es nicht bei der Theorie bleibt, zieht sich ein Beispiel durch den ganzen Artikel: eine ausgedachte Gitarren-Community für Erwachsene, die bei null anfangen.

Hormozis Ideen geben wir in eigenen Worten wieder, auf Grundlage seiner Bücher und seines Podcasts The Game, in dem er seine Hörbücher Kapitel für Kapitel veröffentlicht hat. Was wir über Skool schreiben, haben wir am 22. Oktober 2026 auf der Website von Skool geprüft.

Was Alex Hormozi mit Skool zu tun hat

Alex Hormozi ist ein US-amerikanischer Unternehmer, bekannt für seine Videos und seinen Podcast darüber, wie man verkauft und ein Unternehmen wachsen lässt. Er leitet Acquisition.com, eine Firma, die in andere Unternehmen investiert, und hat drei Bücher geschrieben, die fast jeder, der eine Community aufbaut, gelesen oder zumindest schon einmal gehört hat:

  • $100M Offers (2021) darüber, wie man ein Angebot baut, das Leute kaufen wollen.
  • $100M Leads (2023) darüber, wie dich Leute kennenlernen, die sich für das interessieren, was du machst.
  • $100M Money Models (2025) darüber, in welcher Reihenfolge man Dinge anbietet, um mit jedem Kunden mehr zu verdienen.

Skool ist nicht mit ihm entstanden. Gegründet haben es 2019 Sam Ovens, der bis heute CEO ist, und Daniel Kang. Laut Skools eigener Seite ist Hormozi 2024 eine Partnerschaft mit dem Unternehmen eingegangen, um die Skool Games zu schaffen. In seinem Profil auf Skool, wo er seit Januar 2024 angemeldet ist, stellt er sich als Mitgründer von Skool und Managing Partner von Acquisition.com vor.

Im Netz kursieren Zahlen dazu, wie viel er investiert hat oder welchen Anteil am Unternehmen er hält. Weder Skool noch er haben sie veröffentlicht, deshalb findest du sie hier nicht.

Offiziell ist dagegen etwas, das dich als Betreiber viel mehr interessiert: eine Seite von Skool, die ihm gewidmet ist. Dort stellt sich Skool als die Plattform vor, auf der man Hormozis Modelle in der echten Welt umsetzt, und schreibt, dass jedes Modell aus seinem Buch schon eingebaut ist: kostenlose Testphasen, Abos, Preisstufen, Zahlung für lebenslangen Zugang, Jahreszahlung und Affiliates. Anders gesagt: Fast alles, was er vorschlägt, lässt sich mit Optionen umsetzen, die Skool schon hat. Wie das geht, zeigt der Rest des Artikels.

Die Skool Games

Die Skool Games sind der sichtbarste Teil von Hormozi auf Skool. Ihre Website beschreibt sie als unterhaltsame Art, zusammen mit anderen dein eigenes Business aufzubauen, mit einfachen Anleitungen, Community, Unterstützung, Leaderboards und Preisen. Präsentiert werden sie von Skool und Alex Hormozi, und mitspielen ist kostenlos.

Die Idee dahinter: Das Wachstum deines Business wird zu einem gemeinsamen Spiel. Du kommst nicht allein voran, sondern neben vielen Leuten, die an derselben Stelle stehen, und eine Rangliste macht dir ein bisschen Druck. Die konkreten Regeln, der Zeitplan und die Preise haben sich im Lauf der Zeit geändert, und im Netz kursieren unterschiedliche Versionen. Wenn du mitmachen willst, schau dir die aktuellen Bedingungen auf der offiziellen Website der Skool Games an, bevor du deine Planung darauf aufbaust.

Außerdem hat Hormozi auf Skool einen eigenen Wettbewerb, Platinum, gedacht für Creator von Bildungsinhalten mit mehr als 100.000 Followern. Rein kommt man nur über eine Bewerbung.

Muss man mitspielen, um seine Ideen anzuwenden? Nein. Die Skool Games geben dir Schwung und Mitstreiter, aber alles, was jetzt kommt, kannst du auf eigene Faust und in deinem Tempo umsetzen.

Die Value Equation in deiner Community

Die bekannteste Idee aus $100M Offers ist die Value Equation, auf Deutsch die Wertgleichung. Laut Hormozi hängt der Wert, den jemand einem Angebot zuschreibt, von vier Dingen ab:

  • dem Ergebnis, von dem er träumt;
  • wie wahrscheinlich er es findet, dieses Ergebnis zu erreichen;
  • wie lange es dauert, bis das Ergebnis da ist;
  • wie viel Aufwand und Verzicht es ihn unterwegs kostet.

Die ersten beiden erhöhen den Wert, die letzten beiden senken ihn. So, wie er es aufschreibt:

Wert = (Traumergebnis × Wahrscheinlichkeit, es zu erreichen) ÷ (Wartezeit × Aufwand und Verzicht)

Die praktische Folge hat es in sich: Du kannst deine Community wertvoller machen, ohne den Preis zu ändern. Es reicht, oben etwas zu erhöhen oder unten etwas zu senken. Und wenn Zeit und Aufwand gegen null gehen, sagt Hormozi, schießt der Wert in die Höhe.

Das Gute für dich als Betreiber: Alle vier Bausteine lassen sich mit ganz konkreten Dingen in Skool beeinflussen.

Das Ergebnis, das du versprichst

Viele verkaufen, was drin ist („zwölf Module, wöchentliche Calls, private Community“), statt das, was die Person erreichen will. Niemand tritt einer Gitarren-Community wegen der Module bei. Man tritt bei, weil man mit Freunden Songs spielen will, auf einer Familienfeier oder einfach für sich selbst.

In Skool gehört dieses Ergebnis an drei Stellen: in die kurze Beschreibung, die man in Discovery sieht, in den ersten Satz der About-Seite und in das Video auf der About-Seite. In unserem Beispiel verändert schon der Schritt von „Kompletter Gitarrenkurs“ zu „Spiel deine ersten Songs auf der Gitarre, auch wenn du noch nie eine in der Hand hattest“, wie alles andere wirkt.

Der Glaube, es zu schaffen

Dieser Baustein wird am häufigsten vergessen. Du kannst das beste Ergebnis der Welt versprechen: Wenn sich der Leser nicht zutraut, es zu erreichen, tritt er nicht bei. Was dieses Vertrauen in einer Community stärkt:

  • Erfahrungsberichte von Mitgliedern, am besten als Video und mit Namen, immer mit ihrer Erlaubnis;
  • echte Screenshots von dem, was drinnen ist: Beiträge mit Antworten, die Übersicht eines Kurses, der Kalender mit den Calls;
  • dass man Leute sieht, die dem Leser ähneln: Wenn die Seite von Erwachsenen spricht, die noch nie gespielt haben, sollten die Erfahrungsberichte von Erwachsenen kommen, die vorher auch noch nie gespielt hatten;
  • eine Garantie, zu der wir weiter unten kommen.

Wenn deine Community neu ist und du noch keine Erfahrungsberichte hast, funktioniert am besten, die Methode im Detail zu zeigen. Der Leser soll einen klaren Weg sehen, Schritt für Schritt, und denken: „Das kriege ich hin.“

Schneller zum ersten Ergebnis

Die Zeit bis zum ersten Ergebnis wiegt enorm schwer. Es muss nicht alles schnell gehen: Es reicht, dass etwas früh passiert. In Skool ist das ein Kurs „Starte hier“ mit einem ersten Erfolg, den man noch am selben Tag erreichen kann. In der Gitarren-Community: eine Lektion von fünfzehn Minuten für den ersten Akkord und ein Song mit zwei Akkorden, bevor der Laptop zugeklappt wird.

Auch ein Live-Call in der ersten Woche verkürzt die Wartezeit. Selbst wenn der ganze Weg Monate dauert, hat die Person das Gefühl, schon vorangekommen zu sein.

Weniger Aufwand

Alles, was die Person allein herausfinden muss, ist Aufwand: suchen, was man zuerst anschaut, verstehen, wo man gerade steht, entscheiden, was man heute übt. Was den Aufwand in Skool verringert:

  • kurze Lektionen statt einstündiger Videos;
  • Vorlagen, Übungsblätter und Checklisten, nicht nur Erklärungen;
  • eine klare Reihenfolge der Kurse, mit Freischaltung nach Zeit (Time unlock), damit niemand von allem auf einmal erschlagen wird;
  • Live-Calls, in denen du in zwei Minuten eine Frage klärst, an der jemand allein einen ganzen Nachmittag sitzen würde.

Zusammengefasst in einer Tabelle:

Baustein der GleichungWas du in Skool anpasstIn der Gitarren-Community
TraumergebnisKurze Beschreibung, erster Satz und Video der About-Seite„Spiel deine ersten Songs, auch wenn du noch nie eine Gitarre in der Hand hattest“
Wahrscheinlichkeit, es zu erreichenErfahrungsberichte, echte Screenshots von drinnen, GarantieVideos von erwachsenen Schülern, die ihren ersten Song spielen
WartezeitKurs „Starte hier“ mit einem ersten Erfolg, Call in der ersten WocheErster Akkord und erster Song am ersten Tag
Aufwand und VerzichtKurze Lektionen, Vorlagen, Kurse mit Freischaltung nach Zeit, CallsEin Übungsplan mit zehn Minuten am Tag

Wie du die About-Seite so schreibst, dass sie diese Arbeit übernimmt, zeigen wir mit Beispielen in unserem Leitfaden Skool-Community aufbauen und wachsen lassen.

Eine Grand Slam Offer für deine Community

Die zweite große Idee aus $100M Offers ist die Grand Slam Offer. Den Begriff verwendet man auch im Deutschen meist auf Englisch. Gemeint ist ein unwiderstehliches Angebot: eins, das so gut ist, dass es dem Empfänger absurd vorkommt, Nein zu sagen. Für Hormozi erreicht man das nicht über einen niedrigeren Preis, sondern indem man so viele Probleme des Kunden löst, dass ein Vergleich mit jeder Alternative keinen Sinn mehr ergibt.

In fünf Schritten zum Angebot

Hormozi baut sie in fünf Schritten. Auf eine Community übertragen, sieht das so aus:

  1. Beschreib das Traumergebnis so, als wäre die Person schon angekommen. Im Beispiel: bei einem Abend mit Freunden fünf komplette Songs spielen.
  2. Schreib alle Probleme auf, die im Weg stehen, vor, während und nach dem Beitritt. Für einen Erwachsenen, der mit der Gitarre anfängt: Ich weiß nicht, welche Gitarre ich kaufen soll, mir tun die Finger weh, ich habe keine Zeit, es ist mir peinlich, vor anderen zu spielen, ich weiß nicht, ob ich es richtig mache, die Übungen langweilen mich, ich habe schon ein paarmal aufgehört.
  3. Mach aus jedem Problem eine Lösung, formuliert als „Wie …“: wie du deine erste Gitarre auswählst, ohne zu viel auszugeben, wie du zehn Minuten am Tag übst und den Fortschritt merkst, wie du erkennst, ob du es richtig machst, ohne dass ein Lehrer neben dir sitzt.
  4. Überleg dir alle Wege, jede Lösung zu liefern: einzeln, in einer kleinen Gruppe oder für alle gleichzeitig. Die Handhaltung zu korrigieren, kann ein Videocall unter vier Augen sein, eine Gruppensession oder eine aufgezeichnete Lektion mit den häufigsten Fehlern.
  5. Kürzen und bündeln. Streich zuerst, was dich viel kostet und wenig bringt, dann, was wenig bringt, auch wenn es billig ist. Behalte, was viel bringt, vor allem wenn es dich wenig kostet, und pack alles in ein einziges Paket.

Beim fünften Schritt macht Skool es dir leicht. Was für alle gedacht ist, kommt in den Classroom und in die Gruppencalls im Kalender. Was du einzeln anbietest, falls du das überhaupt willst, passt in eine höhere Preisstufe.

Im Beispiel könnte das fertige Paket so aussehen: der Kurs „Starte hier“, ein Übungsplan mit zehn Minuten am Tag, ein wöchentlicher Live-Call, in dem ihr zusammen spielt und Fragen klärt, ein Thread, in dem man ein kurzes Video hochlädt und Korrekturen bekommt, und eine Liste mit Songs, nach Schwierigkeit sortiert. Keiner dieser Bausteine ist aufwendig im Unterhalt, und zusammen lösen sie fast alle Probleme auf der Liste.

Boni, die den Wert erhöhen, ohne den Preis zu senken

Hormozi legt lieber Boni drauf, als Rabatte zu geben, denn Rabatte bringen deinen Kunden bei, dass über deine Preise verhandelt werden kann. Seine Kriterien, damit ein Bonus funktioniert:

  • jeder Bonus beantwortet einen konkreten Zweifel oder Einwand von jemandem, der kurz vor dem Beitritt steht;
  • lieber Werkzeuge (Vorlagen, Checklisten, Arbeitsblätter) als noch mehr Lernstoff, weil sie weniger Aufwand in der Nutzung kosten;
  • jeder Bonus hat einen Namen, der sagt, wofür er gut ist, und es wird erklärt, welches Problem er löst.

In der Gitarren-Community beantwortet „Der Kaufratgeber: deine erste Gitarre, ohne zu viel auszugeben“ das „Ich weiß nicht, was ich kaufen soll“, und „Das Zwei-Akkorde-Songbook“ das „Die Übungen langweilen mich“. In Skool können Boni Kurse mit offenem Zugang für alle sein (Open) oder Lektionen im Kurs „Starte hier“.

Eine Garantie, die die Angst nimmt

Für Hormozi ist das Risiko das größte Hindernis bei jedem Verkauf, und eine Garantie ist der beste Weg, es aus dem Weg zu räumen. Er unterscheidet vier Arten, die sich kombinieren lassen:

Art der GarantieWas sie bedeutetWie sie in einer Community aussehen könnte
BedingungslosDu erstattest das Geld ohne Fragen„Wenn es dich in den ersten 30 Tagen nicht überzeugt, bekommst du deinen Beitrag zurück“
BedingtDu erstattest oder gleichst aus, wenn das Ergebnis ausbleibt und der Kunde seinen Teil getan hat„Wenn du den Übungsplan jeden Tag machst und nach einem Monat deinen ersten Song noch nicht spielen kannst, schenke ich dir den nächsten Monat“
Anti-GarantieAlle Verkäufe sind endgültig, mit einem glaubwürdigen GrundEin Workshop mit Einmalzahlung, bei dem alle Vorlagen und Aufzeichnungen ab der ersten Minute verfügbar sind
ImplizitDu bekommst nur Geld, wenn es ein Ergebnis gibtIn Communitys selten; passt eher zu Dienstleistungen, bei denen du einen Anteil von dem bekommst, was du für deinen Kunden verdienst

Bevor du eine Rückerstattung versprichst: Skool erlaubt dir, einem Mitglied seine Zahlung zu erstatten, aber die Gebühr für diese Transaktion bekommst du nicht zurück. Wir rechnen das in unserem Artikel über die Kosten von Skool mit Zahlen vor.

Und wenn deine Community die siebentägige kostenlose Testphase hat, die Skool erlaubt, bietest du schon etwas Ähnliches wie eine Garantie: Niemand zahlt, bevor er sie von innen gesehen hat.

Knappheit und Dringlichkeit, aber nur echte

Hormozi nutzt Knappheit (es gibt nur noch wenige Plätze) und Dringlichkeit (das Angebot endet an einem bestimmten Datum), damit Leute sich früher entscheiden. In einer Community funktionieren beide, und zwar richtig gut, wenn sie echt sind:

  • eine Gruppe mit Startdatum und begrenzten Plätzen, weil die Calls klein bleiben sollen;
  • ein Gründerpreis für die ersten Mitglieder, der danach wirklich steigt;
  • ein Bonus, den nur bekommt, wer vor einem bestimmten Datum beitritt.

Der Name des Angebots

Zum Schluss schlägt Hormozi vor, dem Angebot einen Namen aus fünf Bausteinen zu geben, die er unter dem Wort MAGIC zusammenfasst: ein Grund, jetzt zuzugreifen, für wen es gedacht ist, das Ergebnis, in welcher Zeit und welches Format es hat (eine Challenge, ein Programm, ein Plan). Du musst nicht alle verwenden. Drei oder vier reichen meistens, und einen kurzen Namen merkt man sich besser als einen, der alles erzählt.

Für die Gitarren-Community etwa „30-Tage-Challenge für Erwachsene: deine ersten Songs auf der Gitarre“. Oder, wenn es einen echten Grund gibt, jetzt zu starten, „Januar-Gruppe: Gitarre für Erwachsene ohne Vorkenntnisse“. Dieser Name kann der deiner Community sein, der einer Preisstufe oder der eines bezahlten Kurses darin.

Money Models mit den Werkzeugen von Skool

$100M Money Models beginnt mit einer einfachen Definition: Ein Money Model, also ein Geldmodell, ist eine Abfolge von Angeboten. Du verkaufst nicht eine Sache, sondern mehrere, in einer Reihenfolge, die so gedacht ist, dass jedes Angebot zum nächsten führt. Hormozi teilt sie in vier Arten ein:

  • Einstiegsangebote, die neue Kunden anziehen;
  • Upsells, die direkt nach dem ersten Kauf etwas zusätzlich anbieten;
  • Downsells, eine kleinere oder günstigere Version für alle, die Nein gesagt haben;
  • Continuity-Angebote, die wiederkehrend abrechnen.

Sein Ziel: Was du mit einem Kunden in den ersten 30 Tagen verdienst, soll decken, was es dich gekostet hat, ihn zu gewinnen. So finanziert sich jedes neue Mitglied in seinem ersten Monat selbst, und was es danach bringt, ist Marge, mit der du das nächste gewinnst.

Hier kommt die Seite ins Spiel, die Skool ihm widmet: Fast alle diese Bausteine sind Optionen der Plattform. In unserem Beispiel könnte das so aussehen:

Art des AngebotsWerkzeug in SkoolIn der Gitarren-Community
EinstiegKostenlose Community, ein kostenloser Plan in der bezahlten oder die kostenlose Testphase von 7 TagenSieben Tage Testphase mit dem kompletten Kurs „Starte hier“
UpsellEine höhere Preisstufe oder ein Kurs mit Einmalzahlung (Buy now)Eine Stufe mit einem monatlichen Videocall zur Korrektur, nur für wenige Mitglieder
DownsellEine günstigere Preisstufe oder ein einzelner Kurs mit EinmalzahlungNur die Kurse, ohne Calls, für alle, die den vollen Beitrag nicht zahlen können
ContinuityMonats- oder JahresaboDer Monatsbeitrag, mit der Option, das ganze Jahr auf einmal zu zahlen

Wie du jedes Preismodell und die kostenlose Testphase einrichtest, zeigen wir Schritt für Schritt in unserer Anleitung Skool-Community erstellen.

Du musst nicht alles am ersten Tag aufbauen. Fang mit einem Einstiegsangebot und einem Continuity-Angebot an, prüf, ob Leute beitreten und bleiben, und ergänz Upsell und Downsell, sobald du weißt, was deine Mitglieder von dir wollen. Eine Abfolge aus vier Angeboten, die niemand versteht, verkauft weniger als zwei gut erklärte.

Mitglieder gewinnen mit seinen vier Wegen

$100M Leads reduziert die Kundengewinnung auf vier Wege. Sie ergeben sich aus zwei Fragen: Sprichst du Leute an, die dich schon kennen, oder Fremde? Und machst du das einzeln oder bei vielen gleichzeitig? Heraus kommen Nachrichten an Leute, die dich kennen, kostenlose Inhalte, Nachrichten an Fremde und Anzeigen. Hormozi nennt sie die „Core Four“.

Nachrichten an Leute, die dich schon kennen

Das ist der günstigste Weg und der, der am schnellsten Ergebnisse bringt. Schreib deinen Kontakten einzeln: früheren Kunden, Leuten, die dir auf Social Media folgen, Bekannten, zu denen das Thema passt. Nicht mit einem kopierten Verkaufstext, sondern wie in einem normalen Gespräch: was du gerade aufbaust, für wen es ist und ob sie jemanden kennen, dem es helfen könnte.

Im Beispiel schreibt der Gitarrenlehrer seinen früheren Schülern aus dem Präsenzunterricht und den Eltern, die ihn irgendwann gefragt haben, ob er auch Erwachsene unterrichtet. Viele werden nicht beitreten, aber manche kennen jemanden, der es tut.

Kostenlose Inhalte

Nützliche Inhalte kostenlos auf Social Media, auf YouTube oder in einem Blog zu veröffentlichen, ist der Weg, der am besten skaliert, weil ein einziger Beitrag monatelang von vielen Leuten gesehen werden kann. In $100M Leads fasst Hormozi in drei Schritten zusammen, wie jeder Beitrag aufgebaut sein sollte: Aufmerksamkeit gewinnen, sie halten und im Gegenzug etwas Wertvolles geben, damit man wiederkommen will.

Für eine Community funktionieren Inhalte am besten, wenn jeder Beitrag etwas Kleines wirklich löst und klar macht, wo es den Rest gibt: „Das ist die Handhaltung, die ich mit allen meinen Schülern übe. Den kompletten Übungsplan findest du in der Community.“ Eine kostenlose Community auf Skool ist ein gutes Ziel für solche Inhalte. Wer dort beitritt, ist schon bei dir zu Hause, sieht, wie du arbeitest, und hat das bezahlte Angebot einen Klick entfernt.

Nachrichten an Fremde und Anzeigen

Die anderen beiden Wege erreichen Leute, die dich nicht kennen. Einzelne Nachrichten an Fremde funktionieren, wenn sie persönlich sind und man merkt, dass du dir angesehen hast, wem du schreibst. Klingen sie nach Spam, ruinierst du damit nur deinen Ruf. Anzeigen erreichen viele Leute gleichzeitig, kosten aber Geld und bestrafen ein schwaches Angebot: Wenn die About-Seite nicht überzeugt, zahlst du für Besuche, aus denen keine Beitritte werden.

Deshalb hebst du dir Anzeigen am besten auf, bis dein Angebot über die kostenlosen Wege funktioniert. Wenn du sie nutzt: Der Pro-Plan von Skool hat ein Plugin, das die Beitritte misst, die über deine Anzeigen bei Google oder YouTube kommen.

Wer dir sonst noch Mitglieder bringen kann

Zu den vier Wegen nennt Hormozi weitere Leute, die einen Teil der Arbeit für dich erledigen können: deine Kunden, wenn sie dich empfehlen, deine Mitarbeiter, Agenturen sowie Affiliates oder Partner. In einer Skool-Community wird vor allem das genutzt:

  • deine eigenen Mitglieder, über das Affiliate-Programm von Skool, das ihnen für jede Person, die sie bringen, eine Provision zahlt (nur im Pro-Plan);
  • Kooperationen mit anderen Creators zu deinem Thema, etwa ein gemeinsamer Call oder ein gemeinsamer Workshop;
  • Schaufenster, in denen Leute nach Communitys suchen, wie Skool Discovery oder SkoolRank.

Auf SkoolRank ist es kostenlos, deine Community hinzuzufügen. Deine Mitglieder können einmal am Tag für sie abstimmen, und je mehr Stimmen sie im Monat bekommt, desto weiter oben steht sie in ihrer Kategorie und ihrer Sprache. Dort sehen sie Leute, die nach Communitys zu ihrem Thema suchen.

Die Regel der 100 Aktionen

Der unscheinbarste Teil von $100M Leads ist wahrscheinlich der nützlichste: das Volumen. Hormozi schlägt vor, 100 Hauptaktionen am Tag zu machen, 100 Tage am Stück. Wenn dein Weg Nachrichten sind, sind das 100 Nachrichten am Tag. Wenn es Inhalte oder Anzeigen sind, 100 Minuten am Tag, in denen du sie erstellst.

Du musst nicht vom ersten Tag an auf 100 kommen, aber der Grundgedanke lohnt sich: Wenn du drei Leuten im Monat schreibst und postest, wann es dir gerade einfällt, kannst du unmöglich wissen, ob dein Angebot funktioniert. Mit Volumen hast du in wenigen Wochen Daten.

Wenn du das regelmäßig machst, schlägt Hormozi vor, in dieser Reihenfolge besser zu werden: zuerst mehr, also mehr vom Gleichen; dann besser, indem du pro Woche nur eine Sache änderst, um die Stelle zu reparieren, an der die meisten Leute abspringen; und zuletzt neu, indem du andere Formate, andere Plattformen oder einen anderen der vier Wege ausprobierst.

Mitglieder halten: der Teil, der am meisten Geld bringt

In einer bezahlten Community trägt das Continuity-Angebot, also der Beitrag jeden Monat, alles andere. Jedes Mitglied, das einen Monat länger bleibt, ist Geld, für das du nicht wieder losziehen und neue Leute suchen musst. Deshalb endet die Arbeit mit Hormozis Ideen nicht beim Verkauf: Die Value Equation wirkt auch nach der Zahlung weiter, denn jeden Monat entscheidet das Mitglied neu, auch ohne groß darüber nachzudenken, ob es sich lohnt zu bleiben.

Was diesen Wert hoch hält, ist dasselbe wie vorher, nur angewendet auf die, die schon drin sind: kleine und häufige Erfolge, wenig Aufwand, um zu wissen, was jede Woche zu tun ist, und das Gefühl, voranzukommen. Skool gibt dir dafür in beiden Plänen Werkzeuge:

  • Punkte und Level: Wer Likes für seine Beiträge bekommt, sammelt Punkte und steigt im Level auf, und du kannst Kurse oder Vorteile ab einem bestimmten Level freischalten (Level unlock);
  • Kurse, die sich mit der Zeit öffnen (Time unlock), damit immer etwas Neues wartet;
  • die Live-Calls im Kalender, die jede Woche einen Grund geben wiederzukommen.

Und mit dem Pro-Plan zwei weitere: die automatische Willkommensnachricht, die bei jeder neuen Person mit ihrem Namen ankommt, und das Kündigungsvideo, das sieht, wer gerade sein Abo kündigen will. Ein kurzes Video ohne Drama, das daran erinnert, was man beim Gehen aufgibt, kann einen Teil derer halten, die gerade zweifeln.

Mehr Ideen, wie du deine Mitglieder hältst, mit Beispielen, findest du in Skool-Community aufbauen und wachsen lassen.

Typische Fehler, wenn man Hormozi kopiert

Seine Ideen funktionieren, aber man wendet sie sehr leicht falsch an. Das sind die häufigsten Fehler:

  • Den Ton kopieren, ohne die Belege zu haben. Mit großer Selbstsicherheit aufzutreten, funktioniert, wenn dahinter Ergebnisse stehen, die alle sehen können. In einer neuen Community ohne Erfahrungsberichte klingen große Versprechen nach heißer Luft. Versprich, was du belegen kannst.
  • Einnahmen oder garantierte Ergebnisse versprechen. Eine Garantie ist etwas anderes: eine konkrete Zusage, die du einhalten kannst.
  • Knappheit oder Dringlichkeit erfinden. Wenn die Plätze nie ausgehen und das Datum sich verschiebt, merken deine Mitglieder das und glauben dir auch alles andere nicht mehr.
  • So viel ins Angebot packen, dass du es danach nicht einhalten kannst. Fünf Calls pro Woche und Einzelkorrekturen für alle klingen gut, bis du zweihundert Mitglieder hast.
  • Mit Anzeigen anfangen. Dafür zu bezahlen, ein Angebot zu zeigen, das noch nicht überzeugt, ist die teuerste Art, das herauszufinden.
  • Den Preis senken, statt das Angebot zu verbessern. Bevor du Rabatt gibst, probier einen Bonus aus, der den Einwand beantwortet, den du am häufigsten hörst.
  • Alle drei Bücher lesen und nichts tun. Genau deshalb gibt es die Regel der 100 Aktionen.

Ein Plan für die erste Woche

Wenn du sofort loslegen willst, ist das eine sinnvolle Reihenfolge für deine erste Woche:

TagWas zu tun ist
MontagSchreib in einem Satz auf, welches Ergebnis Neue bei dir erreichen, und setz diesen Satz in die kurze Beschreibung und in die erste Zeile der About-Seite
DienstagSchreib die Probleme deines Mitglieds auf, vor, während und nach dem Beitritt, und mach aus jedem ein „Wie …“
MittwochBereite den Kurs „Starte hier“ vor oder überarbeite ihn, damit es am selben Tag einen ersten Erfolg gibt
DonnerstagWähl einen Bonus, der den Einwand beantwortet, den du am häufigsten hörst, und eine Garantie, die du wirklich einhalten kannst
FreitagOrdne deine Angebote in Skool: ein Einstiegsangebot, ein Continuity-Angebot und, falls du schon eins hast, einen Upsell
SamstagStarte die Regel der 100 Aktionen: Schreib Leuten, die dich schon kennen, und notier, wie viele Nachrichten du verschickst
SonntagSchau, was funktioniert hat, und such dir eine einzige Sache aus, die du nächste Woche verbesserst

Häufige Fragen

Gehört Skool Alex Hormozi?

Gegründet haben Skool 2019 Sam Ovens und Daniel Kang. Laut Skool selbst ist Hormozi 2024 eine Partnerschaft mit dem Unternehmen eingegangen, um die Skool Games zu schaffen, und in seinem Skool-Profil stellt er sich als Mitgründer vor. Wie viel er investiert hat oder welchen Anteil am Unternehmen er hält, ist nicht öffentlich.

Was sind die Skool Games, und wie macht man mit?

Ein Spiel, das Skool und Alex Hormozi präsentieren, um zusammen mit anderen dein eigenes Business aufzubauen, mit Anleitungen, Community, Leaderboards und Preisen. Mitspielen ist kostenlos. Regeln und Preise ändern sich von Runde zu Runde, schau sie dir also auf der offiziellen Website an, bevor du dich anmeldest.

Welches Buch von Hormozi lese ich zuerst, wenn ich eine Skool-Community habe?

Das hängt davon ab, wo du stehst. Wenn deine Community noch nichts verkauft oder du nicht genau weißt, was du anbieten sollst: $100M Offers. Wenn du ein Angebot hast, das überzeugt, aber nur wenige es sehen: $100M Leads. Und wenn du schon verkaufst und mit jedem Mitglied mehr verdienen willst: $100M Money Models.

Was ist die Value Equation von Hormozi?

Seine Erklärung dafür, warum ein Angebot wertvoll wirkt. Der Wert steigt mit dem Ergebnis, von dem die Person träumt, und damit, wie wahrscheinlich sie es findet, es zu erreichen. Er sinkt mit der Wartezeit und mit dem Aufwand und Verzicht, den es sie kostet. In einer Community setzt du das um mit dem Versprechen auf der About-Seite, mit Erfahrungsberichten, einem schnellen ersten Erfolg und kurzen, klaren Lektionen.

Was ist eine Grand Slam Offer?

Ein Angebot, das so viele Lösungen für die Probleme des Kunden bündelt, dass ein Vergleich mit einer Alternative keinen Sinn mehr ergibt, also ein unwiderstehliches Angebot. Hormozi baut es in fünf Schritten: das Traumergebnis, die Liste der Probleme, eine Lösung für jedes davon, die Wege, sie zu liefern, und zum Schluss streichen, was sich nicht lohnt, und den Rest bündeln. Danach verstärkt er es mit Boni, einer Garantie, echter Knappheit und Dringlichkeit und einem guten Namen.

Brauche ich den Pro-Plan, um seine Ideen umzusetzen?

Für fast alles nicht. About-Seite, Kurse, Live-Calls, Level und Beitrittsfragen gibt es in beiden Plänen. Nur im Pro-Plan gibt es das Affiliate-Programm, die automatische Willkommensnachricht, das Onboarding-Video und das Kündigungsvideo, das Google-Ads-Plugin und die eigene URL. Ab wann sich der Wechsel rechnet, steht mit Zahlen in unserem Artikel über die Kosten von Skool.

Funktioniert sein Marketing auch für eine kostenlose Community?

Ja. In einer kostenlosen Community zahlen die Leute nicht mit Geld, aber mit ihrer Zeit und ihrer Aufmerksamkeit, und die Value Equation funktioniert genauso: Wenn das Ergebnis klar ist, machbar wirkt, früh kommt und wenig Aufwand kostet, treten Leute bei und machen mit. Außerdem ist eine kostenlose Community im Schema der Money Models ein Einstiegsangebot: die Eingangstür zu dem, was du danach verkaufst.

Hat Hormozi eine eigene Community auf Skool?

In seinem Skool-Profil ist er als Inhaber von Platinum eingetragen, einem Wettbewerb für Creator von Bildungsinhalten mit mehr als 100.000 Followern, in den man nur über eine Bewerbung kommt. Für alle anderen Betreiber sind die Skool Games, die kostenlos sind, der Weg, zu verfolgen, was er auf Skool macht.