Wenn du eine Skool-Community erstellen willst und weißt, was du aufbauen möchtest, bist du an einem Nachmittag fertig. Du meldest dich an, wählst einen Plan (beide haben eine kostenlose Testphase von 14 Tagen), lädst Logo und Titelbild hoch, schreibst eine gute About-Seite und die Regeln, legst fest, wer beitreten darf, bereitest einen ersten Kurs und einen ersten Live-Call vor und eröffnest das Ganze mit einem Willkommensbeitrag. Mehr brauchst du für einen guten Start nicht.
Ob eine Community funktioniert, liegt fast nie an der Technik. Die macht Skool dir leicht. Es liegt an dem, was du bei jedem Schritt entscheidest: was du auf der About-Seite erzählst, welche Fragen du vor dem Beitritt stellst, was Neue als Erstes sehen. Deshalb hört diese Anleitung nicht bei „hier klicken“ auf. Bei jedem Schritt erfährst du, welche Möglichkeiten es gibt und welche meistens am besten funktioniert.
Alles, was wir hier über Skool schreiben (Tabs, Optionen, was in welchem Plan steckt), haben wir am 22. Oktober 2026 auf der Website und in der Hilfe von Skool geprüft. Skool ändert öfter etwas. Wenn etwas nicht zu dem passt, was du auf dem Bildschirm siehst, ist es vielleicht umgezogen.
Bevor du loslegst: was feststehen sollte
Du kannst deine Skool-Community noch heute gründen und alles Weitere unterwegs entscheiden. Vier Dinge sparen dir aber Arbeit, wenn sie feststehen, bevor die 14 Tage Testphase beginnen.
Als Erstes geht es um das Thema und darum, für wen die Community gedacht ist. Nicht „Marketing“, sondern „Marketing für Zahnärzte, die mehr Patienten wollen“. Je konkreter du bist, desto leichter schreibst du die About-Seite, wählst die Beitrittsfragen und weißt, welchen Kurs du zuerst vorbereitest. Wenn du unsicher bist, schreib einen Satz nach diesem Muster: „Für [wen], die [Ergebnis] erreichen wollen, ohne [was sie bisher bremst]“.
Als Zweites entscheidest du, ob die Community kostenlos oder bezahlt sein soll. Skool erlaubt kostenlose Communitys, Abos, einen kostenlosen und einen bezahlten Plan nebeneinander, mehrere Preisstufen oder eine Einmalzahlung. Den genauen Preis musst du noch nicht festlegen, das Modell aber schon, weil es alles andere beeinflusst.
Als Drittes geht es um deinen Skool-Plan. Der Hobby-Plan kostet 9 $ pro Monat, und Skool behält von jeder Zahlung 10 % plus 30 Cent ein. Der Pro-Plan kostet 99 $ pro Monat, Skool behält 2,9 % plus 30 Cent ein, und er hat Funktionen, die der Hobby-Plan nicht hat (du siehst sie in Schritt 9). Wenn du in Ruhe nachrechnen willst, findest du alles in unserem Artikel über die Kosten von Skool.
Und zuletzt der Name. Kurz, leicht auszusprechen und so, dass man versteht, worum es geht. Wenn die Leute vor allem dich als Person kennen, hilft es, deinen Namen einzubauen.
Schritt 1: Account anlegen und Skool-Community erstellen
Um eine Community zu erstellen, brauchst du einen Skool-Account. Wenn du schon Mitglied einer Community bist, kannst du einfach diesen nehmen. Von dort aus wählst du, dass du eine Community erstellen willst, gibst ihr einen Namen und startest bei einem der beiden Pläne die kostenlose Testphase von 14 Tagen.
Während der Testphase steht dir die komplette Community zur Verfügung, und du kannst sie in Ruhe einrichten. Danach verlängert sich das Abo automatisch, je nach Wahl jeden Monat oder jedes Jahr, bis du es kündigst. Wenn du merkst, dass Skool nichts für dich ist, kündigst du in den Einstellungen der Community im Tab für die Abrechnung (Billing) und zahlst nichts weiter.
Fast alles, was du einrichten wirst, findest du an derselben Stelle: hinter dem Button für die Einstellungen (Settings) deiner Community. Diese Tabelle ist deine Landkarte für den Rest der Anleitung:
| Tab in den Einstellungen | Was du dort machst |
|---|---|
| General | Logo, Titelbild und URL der Community |
| Rules | Die Regeln |
| Plugins | Beitrittsfragen, automatische Willkommensnachricht und weitere Plugins |
| Billing | Dein Skool-Plan und die Kündigung |
| Payouts | Bankkonto verbinden und sehen, was noch an dich ausgezahlt wird |
| Dashboard | Wiederkehrende Einnahmen und Kursverkäufe |
| Growth | Growth Boost, die Werbung von Skool |
| Affiliates | Die Provision für Mitglieder, die dich weiterempfehlen (nur im Pro-Plan) |
Schritt 2: Logo, Titelbild und URL
Logo und Titelbild änderst du im Tab General der Einstellungen, mit dem Button zum Ändern, der neben dem jeweiligen Bild steht. Das ist keine Nebensache: Das Titelbild sieht man in Discovery und auf der About-Seite als Erstes, und Skool nutzt es auch, um die Anzeigen für deine Community zu erstellen, wenn du Growth Boost aktivierst. Außerdem ist ein Titelbild eine der Voraussetzungen, um in Discovery zu erscheinen, und Skool berücksichtigt seine Qualität, wenn es die Communitys sortiert.
Ein Logo, das auch klein gut lesbar ist, und ein Titelbild, das zeigt, worum es geht (ein Foto von dir, ein Bild von dem, was man drinnen lernt, der Name gut lesbar), funktionieren besser als ein schönes, aber beliebiges Bild.
Die URL ist die andere Entscheidung in diesem Tab. Jede Community startet mit einer vorläufigen URL. Mit dem Pro-Plan kannst du sie im selben Tab General durch eine eigene ersetzen: Du gibst die gewünschte ein, prüfst, ob sie noch frei ist, und reservierst sie. Die erste Änderung ist im Plan inklusive, jede weitere kostet 100 $. Überleg dir die erste also gut.
Schritt 3: Beschreibung und About-Seite
Hier entscheidet sich die Hälfte des Erfolgs deiner Community. Skool schreibt in seiner Hilfe, dass die About-Seite in der Praxis die Landingpage und die Checkout-Seite der Community ist: Alle, die ankommen, sehen sie, und dort entscheiden sie, ob sie beitreten.
Du schreibst zwei Texte. Die kurze Beschreibung der Community, die man in Discovery und in den Suchergebnissen sieht, und die lange Beschreibung auf der About-Seite. Beide sind Pflicht, um in Discovery zu erscheinen, genau wie eine vollständige About-Seite.
Auf der About-Seite kannst du Bilder und Videos hochladen. Skool empfiehlt, Material von dem zu zeigen, was es drinnen gibt, ein Video, das die Community erklärt, und Stimmen von Mitgliedern. In der Praxis heißt das:
- ein kurzes Video von ein oder zwei Minuten, in dem du erzählst, für wen die Community ist, was man dort erreicht und was drinnen passiert;
- Screenshots von dem, was es wirklich gibt: die Übersicht eines Kurses, den Kalender mit den Calls, einen Beitrag mit Antworten;
- Erfahrungsberichte, sobald du welche hast.
Die lange Beschreibung sollte mit dem Ergebnis beginnen und die Fragen von jemandem beantworten, der dich nicht kennt: wie viel Zeit man pro Woche braucht, ob es Live-Termine gibt, ob die Community auch für Anfänger taugt, was im Preis enthalten ist.
Eine Struktur für die Beschreibung, die funktioniert
Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, halte dich an diese Reihenfolge:
- Ein Satz mit dem Ergebnis und dazu, für wen die Community ist.
- Was es drinnen gibt: Kurse, Calls, Challenges, die Community selbst.
- Wie eine normale Woche in der Community aussieht.
- Für wen sie nicht gedacht ist (ja, das auszusprechen, filtert und schafft Vertrauen).
- Der Preis, falls es einen gibt, und was passiert, wenn es dich nicht überzeugt.
So könnte das bei einer ausgedachten Koch-Community aussehen:
Zwei Stunden am Sonntag in der Küche, und du hast für die ganze Woche gekocht, ohne fünf Tage am Stück dasselbe zu essen. Drinnen findest du einen Kurs, mit dem du deine erste Woche planst, jeden Freitag einen neuen Wochenplan samt Einkaufsliste und sonntags um 11 Uhr einen Live-Call, in dem wir deine Fragen klären, während du kochst. Jede Woche zeigen die Mitglieder ihre Meal-Prep-Boxen und verraten ihre Tricks. Nichts für dich, wenn du Sterneküche suchst: Hier wird alles in einer ganz normalen Küche gekocht, mit Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt.
Lang muss die Beschreibung nicht sein. Sie muss nur dafür sorgen, dass jemand, der dich nicht kennt, in einer Minute versteht, was er vom Beitritt hat.
Wie ein Versprechen aussieht, das überzeugt, zeigen wir mit echten Beispielen in unserem Leitfaden Skool-Community aufbauen und wachsen lassen.
Schritt 4: die Regeln
Die Regeln schreibst du im Tab Rules der Einstellungen, indem du jeweils eine neue Regel hinzufügst. Skool bringt ein paar Standardregeln mit, die du bearbeiten oder löschen kannst.
Skool empfiehlt, sie einfach und direkt zu halten, und damit liegt es richtig. Fünf klare Regeln werden gelesen, zwanzig nicht. Überleg dir, was dir wirklich wichtig ist: dass niemand die Community nutzt, um den anderen etwas zu verkaufen, dass alle respektvoll miteinander umgehen, dass Fragen an der richtigen Stelle landen, wie es mit Privatnachrichten aussieht.
Wenn die Regeln stehen, kannst du den Link dazu im angepinnten Beitrag oder in der ersten Lektion des Kurses teilen. So sehen Neue sie von Anfang an.
Schritt 5: wer beitreten darf
Entscheide vor dem Start, wie Leute in deine Community kommen: ob jeder einfach beitreten kann, ob man dafür ein paar Fragen beantworten muss oder ob du jede Anfrage selbst freigibst. Das stellst du im Tab Plugins der Einstellungen ein.
Die Beitrittsfragen
Du kannst allen, die beitreten wollen, bis zu drei Fragen stellen, in beiden Plänen. Skool schlägt eine Reihenfolge vor, die gut funktioniert:
- Eine Frage, mit der du herausfindest, ob die Person passt, zum Beispiel „Warum willst du beitreten?“ oder „Was willst du beim Thema [dein Thema] erreichen?“. Wenn du etwas Bezahltes anbietest, hilft dir die Antwort auch dabei, der Person das Richtige vorzuschlagen.
- Ihre E-Mail-Adresse oder ihr Profil in einem sozialen Netzwerk, damit du sie erreichen kannst, falls sie nicht mehr bei Skool vorbeischaut.
- Wo sie dich gefunden hat, damit du weißt, welcher Kanal dir Mitglieder bringt.
Skool fasst es so zusammen: Schwierigere Fragen senken die Zahl der Beitritte, erhöhen aber die Qualität der Leute, die reinkommen. In einer bezahlten Community kannst du dir mehr Fragen leisten. In einer kostenlosen, die wachsen will, sind kurze Fragen besser.
Wenn du nach der E-Mail-Adresse fragst, sag dazu, wofür du sie nutzt, und nutze sie nur dafür.
Spam bremsen in großen Communitys
Zwei Plugins, in beiden Plänen, sind für die Zeit gedacht, in der die Community wächst: den Chat erst ab einem bestimmten Level freischalten und Beiträge erst ab Level 2 oder 3 erlauben. Das erste empfiehlt Skool ab etwa tausend Mitgliedern, weil es Leute ausbremst, die nur beitreten, um per Privatnachricht etwas zu verkaufen. Das zweite hat einen schönen Nebeneffekt: Es bringt die Leute dazu, sich zuerst mit einem Kommentar unter dem angepinnten Beitrag vorzustellen, bevor sie selbst posten dürfen.
In einer kleinen Community brauchst du beides nicht. Am Anfang willst du, dass alle ohne Hürden mitmachen.
Die automatische Freischaltung
Mit dem Pro-Plan kannst du Beitrittsanfragen automatisch freischalten lassen. Skool empfiehlt das, wenn du etwas Kostenloses bewirbst oder Anzeigen für deine kostenlose Community schaltest: Die Leute kommen sofort rein und sehen, was du ihnen versprochen hast, ohne darauf zu warten, dass du sie annimmst.
Schritt 6: dein erster Kurs im Classroom
Der Classroom ist der Bereich der Community, in dem die Inhalte liegen: Kurse, Anleitungen, Vorlagen, Ressourcen, Trainingspläne, Rezepte, eben das, was zu deinem Thema passt.
Wenn du einen Kurs erstellst, erscheint eine Seite, die du direkt füllen kannst. Du bearbeitest sie über den Stift, schreibst wie in jedem Texteditor, legst den Schalter auf „veröffentlicht“ um und speicherst. Um die Inhalte zu ordnen, kannst du Ordner anlegen und die Seiten hineinziehen. Jeder Seite kannst du Ressourcen hinzufügen, unter anderem einen Link, eine Datei (ein PDF, eine Tabelle) oder das Transkript des Videos.
Versuch nicht, vor dem Start alle Inhalte hochzuladen. Ein kurzer erster Kurs, mit dem Neue in der ersten Woche etwas Kleines erreichen, ist mehr wert als zwanzig Module, die niemand zu Ende macht. Nenn ihn zum Beispiel „Starte hier“ und setz ihn an die erste Stelle.
Die Videos
Du kannst Videos direkt bei Skool hochladen, indem du sie auf die Seite ziehst: Das Hosting ist im Plan enthalten. Sobald sie verarbeitet sind, kann man sie ansehen. Wenn du im Text darunter Zeitmarken einträgst, werden daraus Kapitel. Skool erstellt für Videos mit Ton automatische Untertitel auf Englisch, und wer zuschaut, kann Geschwindigkeit und Qualität einstellen.
Wenn deine Videos schon auf YouTube, Vimeo, Loom oder Wistia liegen, kannst du sie auch einbetten. Bei nicht gelisteten YouTube-Videos musst du in ihren Einstellungen bei YouTube erlauben, dass sie auf anderen Websites eingebettet werden dürfen.
Wer welchen Kurs sehen kann
Jeder Kurs hat seinen eigenen Zugang, und hier steckt eines der nützlichsten Werkzeuge von Skool:
| Zugang | Wer den Kurs sieht |
|---|---|
| Open (offen) | Alle Mitglieder |
| Level unlock (ab einem Level) | Wer durch Mitmachen ein bestimmtes Level erreicht |
| Buy now (Einmalzahlung) | Wer einen Preis zahlt, um ihn freizuschalten |
| Time unlock (nach Zeit) | Wer eine bestimmte Zahl von Tagen in der Community ist |
| Private (privat) | Nur die Mitglieder, die du auswählst |
Wenn du mehrere Preisstufen hast, gibst du über private Kurse jedem Mitglied Zugang je nach seiner Stufe. Und du kannst kombinieren: zum Beispiel einen Kurs freischalten, sobald jemand ein bestimmtes Level erreicht oder einen bestimmten Plan hat.
Der Zugang nach Zeit ist sehr praktisch, um Neue nicht zu überfordern: Der zweite Kurs erscheint nach sieben Tagen, der dritte nach vierzehn. Der Zugang ab einem Level macht das Mitmachen zum Schlüssel für neue Inhalte.
Schritt 7: Kalender und Live-Calls
Live-Calls unterscheiden eine Community am stärksten von einem aufgezeichneten Kurs. Im Kalender (Calendar) legst du über den Button zum Hinzufügen ein Event an: Titel, Datum, Uhrzeit, Dauer (von 30 Minuten bis 24 Stunden), Zeitzone und eine Beschreibung.
Wenn du das Event wiederholen lässt, wählst du, ob es täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich stattfindet, an welchem Wochentag, und ob es an einem bestimmten Datum endet, nach einer bestimmten Zahl von Terminen oder nie. Du kannst ein Bild hinzufügen, damit es auf der Event-Seite auffällt.
Als Ort stellt Skool standardmäßig seinen eigenen Videocall ein, Skool Call, der in beiden Plänen enthalten ist. Du kannst auch Zoom oder Google Meet nutzen oder eine Adresse angeben, wenn ihr euch persönlich trefft.
Leg den ersten Call vor dem Start an und gib ihm einen festen Termin, zum Beispiel jeden Dienstag zur selben Uhrzeit. Wer beitritt und sieht, dass am Dienstag etwas los ist, hat einen Grund, am Dienstag wiederzukommen.
Schritt 8: Preis und Bezahlung
Wenn deine Community kostenlos ist, kannst du diesen Schritt überspringen. Wenn sie etwas kostet, musst du das Modell festlegen und dein Bankkonto verbinden.
Diese Modelle bietet Skool an:
- Kostenlos.
- Abo mit monatlicher oder jährlicher Zahlung, auf Wunsch mit sieben Tagen kostenloser Testphase.
- Freemium: ein kostenloser und ein bezahlter Plan in derselben Community.
- Preisstufen: mehrere bezahlte Pläne mit jeweils eigenen Vorteilen.
- Einmalzahlung, für Kurse mit lebenslangem Zugang, zeitlich begrenzte Gruppen oder Seminare.
Die Preise sind bei Skool immer in US-Dollar. Um dein Geld zu bekommen, verbindest du dein Bankkonto im Tab Payouts der Einstellungen. Im Hintergrund legt Skool dafür ein Stripe-Express-Konto an, über das es dir das Geld schickt. Ein Stripe-Konto, das du schon hast, kannst du nicht verwenden. Skool zahlt jeden Mittwoch aus, und zwar in der Währung deines Landes (mit einem deutschen Konto also in Euro). Bis die erste Zahlung verfügbar ist, dauert es 8 bis 14 Tage, und sie durchläuft eine zusätzliche Prüfung.
Alle Zahlen (Gebühren pro Zahlung, ab wann sich der Pro-Plan lohnt, Mehrwertsteuer, was nicht erstattet wird) findest du in unserem Artikel über die Kosten von Skool.
Schritt 9: die Plugins
Im Tab Plugins findest du die Erweiterungen von Skool. Manche gibt es in beiden Plänen, manche nur im Pro-Plan, und das solltest du wissen, bevor du dich für einen Plan entscheidest:
| Plugin | Wofür es da ist | Plan |
|---|---|---|
| Beitrittsfragen | Bis zu drei Fragen an alle, die beitreten wollen | Hobby und Pro |
| Chat ab einem Level | Bremst Spam per Privatnachricht in großen Communitys | Hobby und Pro |
| Beiträge ab Level 2 oder 3 | Bremst Beiträge von geringer Qualität | Hobby und Pro |
| Automatische Willkommensnachricht (AutoDM) | Schreibt jedem neuen Mitglied in deinem Namen | Pro |
| Onboarding-Video | Zeigt Neuen, wie die Community funktioniert | Pro |
| Zapier | Schickt Mitgliederdaten oder Antworten auf die Beitrittsfragen an andere Tools | Pro |
| Kündigungsvideo | Erscheint, wenn jemand sein Abo kündigen will | Pro |
| Google Ads | Misst die Beitritte, die über deine Anzeigen bei Google oder YouTube kommen | Pro |
| Links | Fügt nützliche Links für deine Mitglieder hinzu (Support, Regeln, Dokumente) | Pro |
| Automatische Freischaltung | Nimmt Beitrittsanfragen an, ohne dass du es tun musst | Pro |
Die automatische Willkommensnachricht verdient ein paar Worte. Sie kommt bei jeder neuen Person ein bis fünf Minuten nach dem Beitritt an, mit ihrem Namen und dem Namen deiner Community (dafür schreibst du die Platzhalter #NAME# und #GROUPNAME#). Hattet ihr schon einmal Kontakt per Nachricht, wird sie nicht verschickt. Skool rät, sie mit einer offenen und einer geschlossenen Frage zu beenden, zum Beispiel: „Hallo #NAME#, willkommen bei #GROUPNAME#! Bist du zum ersten Mal auf Skool? Und was hat dich hergeführt?“ Bei zwei so leicht zu beantwortenden Fragen ist die Chance größer, dass die Person antwortet und ein Gespräch entsteht.
Auch das Kündigungsvideo hat in Communitys mit Monatsabo seinen Reiz: Ein kurzes Video ohne Drama, das daran erinnert, was man beim Gehen aufgibt, kann einen Teil derer halten, die gerade zweifeln.
Schritt 10: Level und Gamification
Skool hat ein Punkte- und Levelsystem, das von Anfang an aktiv ist: Jedes Like auf einen Beitrag oder Kommentar bringt dem Verfasser einen Punkt, und mit den Punkten steigt man im Level auf. Nimm dir vor dem Start fünf Minuten für zwei Dinge.
Erstens die Namen der Level. Du kannst eigene vergeben, und Namen, die zu deinem Thema passen, geben dem Aufsteigen einen Sinn. In einer Koch-Community sagen „Küchenhilfe“ und „Postenchef“ mehr als „Level 2“ und „Level 3“.
Zweitens, was freigeschaltet wird. Du hast schon gesehen, dass sich ein Kurs öffnen kann, wenn jemand ein bestimmtes Level erreicht. Wenn du auf einem niedrigen Level etwas Attraktives freischaltest (Level 2 erreicht man mit 5 Punkten, Level 3 mit 20), haben Neue einen Grund, schon in der ersten Woche mitzumachen. Das Wesentliche sollte dagegen für alle offen sein.
Wie du die Level nutzt, damit Leute mitmachen und nicht wieder gehen, erklären wir ausführlicher in Skool-Community aufbauen und wachsen lassen.
Schritt 11: Willkommen und Start
Bevor du irgendwen einlädst, schreib den Willkommensbeitrag und pinne ihn oben in der Community an. Er sollte in wenigen Zeilen erklären, wo was zu finden ist und was der erste Schritt ist (der Kurs „Starte hier“, der nächste Call), und jede neue Person bitten, sich vorzustellen, indem sie zwei konkrete Fragen beantwortet. „Woher kommst du, und was willst du erreichen?“ ist viel leichter zu beantworten als ein schlichtes „Stell dich vor“.
Eine Vorlage, die du anpassen kannst:
Willkommen! Das hier solltest du als Erstes wissen. Fang mit dem Kurs „Starte hier“ im Classroom an: Das sind drei kurze Lektionen, und danach steht dein erster Essensplan für die Woche. Sonntags um 11 Uhr gibt es einen Live-Call, du findest ihn im Kalender. Und jetzt stell dich in den Kommentaren vor: Woher kommst du, und was möchtest du im nächsten Monat erreichen? Wir antworten allen.
Antworte selbst auf jede Vorstellung, und sei es mit einer Zeile. Nichts gibt jemandem schneller das Gefühl, an einem lebendigen Ort gelandet zu sein.
Veröffentliche vor dem Start auch ein paar nützliche Beiträge. Eine leere Community wirkt kalt. Eine mit Inhalten und ein paar Gesprächen lädt zum Mitmachen ein.
Um in Skool Discovery zu erscheinen, muss die Community einige Mindestanforderungen erfüllen: Titelbild, Beschreibung, vollständige About-Seite, mindestens ein Beitrag und eingeladene Leute, dazu eine gewisse Zahl an Mitgliedern und an Aktivität, die Skool nicht genauer angibt. Sobald du die erreichst, prüft Skool die Community, und meist erscheint sie innerhalb von ein bis zwei Stunden. Bis dahin kommen deine ersten Mitglieder über dich: über dein Publikum, über persönliche Einladungen und über Kooperationen.
Und noch ein Schaufenster: Füg deine Community zu SkoolRank hinzu. Das ist kostenlos und dauert eine Minute. Deine Mitglieder können einmal am Tag für sie abstimmen, und je mehr Stimmen sie im Monat bekommt, desto weiter oben steht sie in ihrer Kategorie und ihrer Sprache. Dort sehen sie Leute, die nach Communitys zu ihrem Thema suchen.
Checkliste vor dem Start
| Schritt | Erledigt, wenn … |
|---|---|
| Plan | Du weißt, ob du bei Hobby bleibst oder Pro nimmst, und hast eine Erinnerung vor dem Ende der Testphase |
| Bilder | Das Logo ist auch klein lesbar, und das Titelbild zeigt, worum es in der Community geht |
| About-Seite | Sie hat ein Video, Screenshots von dem, was drinnen ist, und eine Beschreibung, die mit dem Ergebnis beginnt |
| Regeln | Es sind wenige und klare, und sie sind im angepinnten Beitrag verlinkt |
| Beitritt | Du hast die Beitrittsfragen festgelegt (oder entschieden, keine zu stellen) |
| Classroom | Es gibt einen kurzen Kurs „Starte hier“ mit einem leichten ersten Erfolg |
| Kalender | Der erste Call hat einen Termin und wiederholt sich |
| Bezahlung | Wenn die Community etwas kostet: Modell gewählt und Bankkonto verbunden |
| Level | Sie tragen Namen aus deinem Thema, und früh wird etwas Attraktives freigeschaltet |
| Willkommen | Der Willkommensbeitrag ist angepinnt, und es gibt schon ein paar Inhalte |
Typische Fehler beim Erstellen der Community
Mit allen Inhalten der Welt, aber ohne ein einziges Gespräch starten. Ein riesiger Classroom macht noch keine Community; Fragen, Antworten und Calls schon.
Die About-Seite aus deiner Sicht schreiben statt aus der Sicht derer, die ankommen. Was du gemacht hast oder was du weißt, zählt weniger als das, was Neue bei dir erreichen.
Titelbild und Logo auf später verschieben. Sie sieht man zuerst, und Skool berücksichtigt sie in Discovery.
Zu viel verlangen, um einer kostenlosen Community beizutreten, die wachsen will. Jede Frage zu viel bedeutet Leute, die mittendrin aufgeben.
Limits für Chat und Beiträge aktivieren, solange die Community klein ist. Am Anfang willst du, dass alle reden.
Die URL mehrmals ändern. Mit dem Pro-Plan ist die erste Änderung inklusive, aber jede weitere kostet 100 $.
Außerhalb von Skool kassieren, um die Gebühr zu sparen. Das kostet dich Sichtbarkeit in Discovery und den Komfort bei Auszahlungen und Mehrwertsteuer.
Ohne ersten Call im Kalender starten. Ohne festen Termin haben Neue keinen Grund wiederzukommen.
Häufige Fragen
Kann ich eine Skool-Community kostenlos erstellen?
Nicht ganz. Du kannst Skool mit beiden Plänen 14 Tage lang kostenlos testen, danach zahlst du: 9 $ pro Monat für den Hobby-Plan oder 99 $ pro Monat für den Pro-Plan (7,50 $ bzw. 82 $ pro Monat, wenn du jährlich zahlst). Die Community, die du erstellst, kann für deine Mitglieder aber durchaus kostenlos sein.
Wie lange dauert es, eine Skool-Community zu erstellen?
Die Einrichtung schaffst du an einem Nachmittag: Logo, Titelbild, About-Seite, Regeln, Beitrittsfragen und ein kurzer erster Kurs. Am meisten Zeit kostet es, gute Inhalte für die About-Seite und den ersten Kurs vorzubereiten. Überleg sie dir also, bevor du die Testphase startest.
Kann ich die URL meiner Community ändern?
Ja, mit dem Pro-Plan. Jede Community startet mit einer vorläufigen URL, und im Tab General der Einstellungen kannst du dir eine eigene reservieren. Die erste Änderung ist inklusive, jede weitere kostet 100 $.
Brauche ich den Pro-Plan?
Für den Anfang nicht. Der Hobby-Plan hat unbegrenzt Mitglieder, Kurse, Videos und Calls. Den Pro-Plan brauchst du, wenn du eine eigene URL, Affiliates, die automatische Willkommensnachricht, Zapier, die automatische Freischaltung oder andere Plugins aus der Tabelle in Schritt 9 willst, oder wenn deine Einnahmen so hoch sind, dass sich seine niedrigere Gebühr rechnet.
Kann ich eigene Videos bei Skool hochladen?
Ja. Das Video-Hosting ist in beiden Plänen enthalten: Du ziehst das Video auf eine Seite im Classroom oder in einen Beitrag, und sobald es verarbeitet ist, kann man es ansehen. Skool fügt Videos mit Ton automatische Untertitel auf Englisch hinzu. Du kannst auch Videos von YouTube, Vimeo, Loom oder Wistia einbetten.
Wie viele Beitrittsfragen kann ich stellen?
Bis zu drei, in beiden Plänen. Skool rät, mit der ersten herauszufinden, ob die Person passt, mit der zweiten nach einer E-Mail-Adresse oder einem Social-Media-Profil zu fragen und mit der dritten, wo sie dich gefunden hat.
Kann ich Live-Calls ohne Zoom machen?
Ja. Skool hat einen eigenen Videocall, Skool Call. Er ist in beiden Plänen enthalten und beim Anlegen eines Events schon voreingestellt. Wenn du lieber willst, kannst du Zoom oder Google Meet nutzen.
Wie erscheint meine Community in Skool Discovery?
Du brauchst ein Titelbild, eine Community-Beschreibung, eine vollständige About-Seite, mindestens einen Beitrag und eingeladene Leute, dazu eine Mindestzahl an Mitgliedern und an Aktivität, die Skool nicht veröffentlicht. Sobald du das erfüllst, prüft Skool die Community, und meist erscheint sie innerhalb von ein bis zwei Stunden. Danach steigt sie mit dem Wachstum, der Aktivität und vor allem der Bindung deiner Mitglieder.



