Skool verlassen und auf eine eigene Website umziehen: Das sieht nach Sparen aus. Keine Gebühren, deine eigene Marke, alles unter deiner Kontrolle. Und mit KI wirkt es, als wäre so eine Website an einem Wochenende gebaut. Was du beim Wechsel am meisten verlierst, steht aber auf keiner Rechnung: das Vertrauen, das eine Plattform gibt, die deine Mitglieder schon kennen, und all die Leute, die Skool auf deine Community aufmerksam macht. Das bekommst du mit keinem Plugin.

Auch beim Geld geht die Rechnung nicht auf. Im Pro-Plan sparst du bei den Gebühren wenig oder gar nichts, die Fixkosten steigen, um die Mehrwertsteuer musst du dich selbst kümmern, und beim Umzug geht dir ein Teil deiner zahlenden Mitglieder verloren. Die KI baut dir die Website. Sie bringt dir aber keine Mitglieder, rechnet keine Mehrwertsteuer ab und antwortet nicht, wenn jemand am Sonntagabend nicht reinkommt.

Vorab eine Klarstellung: Wir sind SkoolRank, ein Ranking von Skool-Communitys. Neutral sind wir also nicht. Wir glauben, dass es für die meisten Communitys die beste Entscheidung ist, bei Skool zu bleiben, und hier erklären wir dir, warum. Affiliate-Links haben wir keine, weder für Skool noch für eines der Tools, die wir nennen.

Die Preise von Skool, Stripe und den übrigen Tools haben wir am 26. Oktober 2026 auf ihren Websites geprüft. Sie sind in US-Dollar angegeben, sofern wir nichts anderes sagen. Sie ändern sich oft. Wenn das passiert, aktualisieren wir den Artikel.

Warum so viele Betreiber Skool verlassen wollen

In den letzten Monaten tauchen immer mehr Videos mit Titeln auf wie „Tschüss Skool, ich baue mir meine eigene Plattform mit KI“. Tools, die aus einem Chat Code schreiben, lassen eine Website mit Kursen, Mitgliederbereich und Bezahlung wie ein Projekt von ein paar Tagen aussehen. Und mehrere Plattformen, die mit Skool konkurrieren, veröffentlichen Anleitungen für den Umzug von Skool, denn genau diese Betreiber sind ihre Kunden.

Die Gründe, die man hört, sind fast immer dieselben:

  • „Skool behält von jedem Verkauf zu viel ein.“ Im Hobby-Plan 10 % plus 30 Cent. Das ist viel, wenn du schon ordentlich Umsatz machst. Im Pro-Plan ist es deutlich weniger, und du wirst gleich sehen, dass es ziemlich genau dem entspricht, was du auf eigene Faust zahlen würdest.
  • „Ich will meine eigene Marke.“ Stimmt, alle Skool-Communitys sehen sich ähnlich. Das ist eine Entscheidung von Skool und kein Versehen, und sie hat ihr Gutes: Deine Mitglieder müssen nichts neu lernen.
  • „Dein Publikum gehört dir nicht, du bist nur zur Miete.“ Da ist etwas dran, und es gibt eine Lösung, für die du nicht gehen musst. Mehr dazu weiter unten.
  • „Skool kann die Regeln ändern, wann es will.“ Richtig. Das können Stripe, dein Hosting, deine Plugins und das KI-Tool, mit dem du deine Website baust, aber auch.
  • „Mit KI baue ich sie mir selbst, kostenlos.“ Die Website vielleicht. Den Rest nicht. Und kostenlos sind die KI-Tools auch nicht.

Einige dieser Gründe sind berechtigt, und wir sagen dir, wann. Fast alle schauen aber nur darauf, was du Skool zahlst, und nicht darauf, was Skool für dieses Geld tut. Und das Wertvollste davon hat keinen Preis.

Was keinen Preis hat: Vertrauen und die Leute, die Skool dir bringt

Eine eigene Website kann man bezahlen. Was man nicht kaufen kann: dass die Leute ihr vertrauen und dass sie überhaupt dort ankommen. Das lässt du als Erstes zurück, wenn du Skool verlässt, und es kommt am langsamsten wieder, wenn überhaupt.

Das Vertrauen derer, die zahlen

Wer deiner Skool-Community beitritt, zahlt auf einer Plattform, die er kennt oder von der er schon gehört hat, mit derselben Bezahlseite wie in jeder anderen Community. Und er weiß, dass er in seinem Profil mit ein paar Klicks kündigen kann, wie überall dort. Er muss dir nicht vertrauen, um dir seine Kartendaten zu geben. Es reicht, dass er Skool vertraut.

Auf deiner eigenen Website sieht derselbe Besucher eine Seite, die er nicht kennt und die nach seinen Kartendaten fragt. Und er zögert: Ist das sicher? Komme ich da wieder raus? Steckt dahinter überhaupt jemand? Laut dem Baymard Institute, das erforscht, wie Menschen online einkaufen, nennt fast jeder fünfte Käufer in den USA, der einen Kauf mittendrin abbricht, als Grund, dass er der Website seine Kartendaten nicht anvertrauen wollte. Du weißt, dass deine Seite seriös ist. Wer zum ersten Mal vorbeikommt, weiß es nicht.

Vertrauen entsteht auch durch das, was man vor dem Bezahlen sieht. Auf der About-Seite deiner Skool-Community sieht der Besucher, wie viele Mitglieder du hast, wie viele gerade online sind und wer die Community leitet. Und er weiß, dass Skool Regeln gegen Spam und Fake-Accounts hat, die seine Mitglieder schützen. Auf einer neuen Website fängt all das bei null an, und du musst es selbst aufbauen.

Die Leute, die Skool auf deine Community aufmerksam macht

Skool ist nicht nur der Ort, an dem deine Community liegt. Es ist der Ort, an dem Leute nach Communitys suchen. Laut Similarweb war skool.com im September 2026 eine der 1.100 meistbesuchten Websites der Welt, und ein Teil dieser Besuche landet in Discovery, der Community-Suche von Skool, um eine Community zum Beitreten zu finden. Communitys, die wachsen, aktiv sind und deren Mitglieder wiederkommen, steigen in ihrer Kategorie auf. Für jedes Mitglied, das auf diesem Weg zu dir findet, musstest du weder Werbung bezahlen noch jemandem hinterherlaufen. Wie das funktioniert, erklären wir in Skool Discovery: So steigt deine Community im Ranking.

Dazu kommt Growth Boost. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, und mit ihr bewirbt Skool deine Community mit eigenem Budget. Skool behält 30 % von dem ein, was die Mitglieder zahlen, die es dir bringt, aber nur von diesen: Bringt Growth Boost niemanden, zahlst du nichts.

Und dann ist da das Netzwerk selbst. Wer schon in einer Skool-Community ist, entdeckt andere und tritt mit einem Klick bei, mit demselben Account und ohne seine Daten noch einmal einzugeben. Wenn du sagst „Ich habe eine Community auf Skool“, wissen viele schon, was das ist, wie man beitritt und wie man zahlt. Mit deiner eigenen Website fängt jeder Besucher bei null an: Erst musst du ihm erklären, was deine Website ist, und dann musst du ihn dazu bringen, ihr zu vertrauen.

Auf deine eigene Website kommt niemand von allein. Jeder Besuch stammt aus deinen Social-Media-Kanälen, aus Anzeigen, die du pro Klick bezahlst, oder aus einem guten Google-Ranking, das Monate braucht.

Die App und die Benachrichtigungen auf dem Handy

Deine Mitglieder haben die Skool-App auf dem Handy, für iPhone und Android (allein die Android-Version hat mehr als eine Million Downloads), und bekommen Benachrichtigungen über das, was in ihren Communitys passiert. Genau diese Benachrichtigung holt sie zurück.

Deine Website ist ein Browser-Tab, den man vergisst. Um dasselbe zu haben, brauchst du eine eigene App, und die ist nicht billig: BuddyBoss, das bekannteste Community-Plugin für WordPress, verkauft seine ab 99 $ pro Monat für einen einzigen Store und 199 $ für beide, und Kajabi hat sie nur im Pro-Plan, für 399 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung. Sie selbst zu entwickeln, ist ein eigenes Projekt mit eigenen Kosten.

Die Gewohnheit deiner Mitglieder

Viele deiner Mitglieder sind auch in anderen Skool-Communitys. Sie schauen jeden Tag mit demselben Account vorbei, und deine Beiträge erscheinen neben denen der anderen.

Auf deiner Website müssen sie dagegen noch einen Account anlegen, sich noch ein Passwort merken und daran denken, vorbeizuschauen. Jeder zusätzliche Schritt ist eine Gelegenheit, nicht wiederzukommen. Und in einer bezahlten Community kündigt früher oder später, wer nicht mehr vorbeischaut.

Das Ökosystem von Skool

Wenn du gehst, lässt du auch Dinge zurück, die es nur bei Skool gibt. Das Affiliate-Programm zahlt dir 40 % des Abos jeder Person, die über deinen Link eine Community eröffnet, und deine Mitglieder sind die ersten Kandidaten: Sie sehen jeden Tag, wie deine funktioniert. Da sind die Skool Games, der Wettbewerb unter Betreibern, den Skool mit Alex Hormozi geschaffen hat (mehr dazu in Alex Hormozi und Skool), und die Creator, die jeden Tag auf YouTube und Social Media über Skool reden. Und es gibt Schaufenster wie SkoolRank, wo wir schon fast 4.000 Communitys nach Kategorie und Sprache sortieren: Sie listen nur Skool-Communitys. Deine hinzuzufügen ist kostenlos.

Die Gebühren: was du wirklich sparst

Jetzt zum Geld. Skool verlangt eine Grundgebühr und eine Gebühr für jede Zahlung deiner Mitglieder:

  • Hobby: 9 $ pro Monat und 10 % plus 30 Cent pro Zahlung.
  • Pro: 99 $ pro Monat und 2,9 % plus 30 Cent (3,9 % bei Zahlungen ab 900 $).

Diese Gebühr ist dieselbe, egal woher die Karte kommt. Für Abos kommt nichts extra dazu, und Skool zahlt dich in deiner Landeswährung aus, ohne dir die Umrechnung zu berechnen.

Auf einer eigenen Website rechnest du normalerweise über Stripe ab. Der Grundtarif in den USA liegt ebenfalls bei 2,9 % plus 30 Cent, aber dazu kommen Extras, die du bei Skool nicht zahlst:

  • 1,5 %, wenn die Karte aus einem anderen Land stammt.
  • 0,7 % für die Verwaltung von Abos (Stripe Billing).
  • 0,5 %, wenn du mit Stripe Tax die Steuern für jeden Verkauf berechnen lässt.
  • 15 $ für jede Zahlungsanfechtung, wenn ein Kunde eine Abbuchung bei seiner Bank reklamiert.

In Deutschland gelten andere Tarife: 1,5 % plus 0,25 € für normale Karten aus dem EWR, 2,8 % für Premiumkarten, 3,15 % für Karten von außerhalb Europas und 2 % extra, wenn Währungen umgerechnet werden müssen. Abo-Verwaltung und Steuerberechnung kommen genauso dazu, und jede Zahlungsanfechtung kostet 20 €.

So sieht das bei einem Monatsbeitrag in jedem Fall aus, mit Abo-Verwaltung und Steuerberechnung von Stripe:

FallSkool ProDeine Website mit Stripe
Betreiber in den USA, Mitglied aus den USA2,9 % + 0,30 $4,1 % + 0,30 $
Betreiber in den USA, Mitglied aus einem anderen Land2,9 % + 0,30 $5,6 % + 0,30 $
Betreiber in Deutschland, Mitglied aus Europa (normale Karte)2,9 % + 0,30 $2,7 % + 0,25 €
Betreiber in Deutschland, Mitglied von außerhalb Europas2,9 % + 0,30 $4,35 % + 0,25 €

Bei Monatsbeiträgen sparst du, wenn du selbst abrechnest, im besten Fall ein paar Zehntel Prozentpunkte. Bei 100 Mitgliedern, die 49 $ pro Monat zahlen, sind 0,2 % rund 10 $ im Monat. In allen anderen Fällen zahlst du mehr als bei Skool: Wenn viele deiner Mitglieder außerhalb des EWR leben oder mit Premiumkarten zahlen, spricht die Rechnung für Skool. Verkaufst du vor allem Einmalzahlungen an Kunden in Europa, fällt auch die Abo-Gebühr weg, und der Unterschied steigt auf fast einen Prozentpunkt: rund 45 Cent bei einem Verkauf über 49 $.

Und das setzt voraus, dass du Stripe nutzen kannst: In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das kein Problem, aber direkt anmelden kann man sich nur in gut 40 Ländern (in Lateinamerika nur in Mexiko und Brasilien). Skool zahlt dagegen auch Betreiber etwa in Argentinien oder Kolumbien aus, in ihrer Landeswährung.

Wenn dich die 10 % im Hobby-Plan stören

Hier liegt der echte Unterschied, und dafür gibt es eine einfachere Lösung als zu gehen: zum Pro-Plan wechseln. Das lohnt sich, sobald deine Mitglieder insgesamt etwa 1.270 $ pro Monat zahlen (etwa 1.050 $, wenn du Skool jährlich zahlst). Ab dann sinkt die Gebühr auf 2,9 %, und das ist, wie du gerade gesehen hast, ungefähr das, was du auch auf eigene Faust zahlen würdest. Die komplette Rechnung mit Tabellen nach Preis und Mitgliederzahl findest du in Skool Kosten.

Was dich deine eigene Website jeden Monat kostet

Die Gebühr ist das, was man sieht. Was man nicht sieht, ist, dass bei Skool in der Grundgebühr alles drinsteckt: unbegrenzt Mitglieder, Kurse, Videos und Live-Calls, die App, die E-Mails an deine Mitglieder und die Bezahlung. Auf deiner eigenen Website ist jeder dieser Bausteine ein eigener Dienst mit eigener Rechnung.

Es gibt zwei übliche Wege, und beide haben Fixkosten, auch wenn du noch nichts verkauft hast.

Mit WordPress

WordPress ist kostenlos, aber damit es kann, was Skool kann, brauchst du ein ordentliches Hosting und mehrere kostenpflichtige Plugins. Eine typische Kombination, jeweils mit dem Einstiegsplan und jährlicher Zahlung:

BausteinBeispielErstes JahrDanach
Managed HostingKinsta (Launch)30 $ pro Monat30 $ pro Monat
Kurse, Mitgliedschaften und BezahlungMemberPress (Growth)349,50 $ pro Jahr699 $ pro Jahr
CommunityBuddyBoss (Start)99 $ pro Jahr199 $ pro Jahr
Private VideosVimeo (Starter)12 $ pro Monat12 $ pro Monat
Ungefähr insgesamtrund 79 $ pro Monatrund 117 $ pro Monat

Achte auf zwei Details. Die Plugins sind im ersten Jahr günstig und verlängern sich zum doppelten Preis. Und der günstigste Plan von MemberPress (199,50 $ im ersten Jahr, danach 399 $) behält zusätzlich 4,9 % jeder Zahlung ein, obendrauf auf das, was Stripe verlangt: mehr als Skool Pro.

Mit einer KI-gebauten Anwendung

Wenn du sie dir mit einem KI-Tool baust, sieht die Rechnung anders aus, aber sie verschwindet nicht:

BausteinBeispielPreis
KI-ToolLovable oder Bolt (Pro), Replit (Core)20 bis 25 $ pro Monat
HostingVercel (Pro)20 $ pro Monat
Datenbank und NutzerkontenSupabase (Pro)ab 25 $ pro Monat
VideosVimeo (Starter), oder Bunny Stream bzw. Mux nach Nutzungab 12 $ pro Monat
E-Mails (Benachrichtigungen, Passwörter)Resend (Pro) oder Postmark15 bis 20 $ pro Monat
Ungefähr insgesamtrund 100 $ pro Monat

Manche KI-Tools haben das Hosting inklusive und drücken die Rechnung ein wenig. Aber das Tool zahlst du weiter, auch wenn die Website fertig ist: Du brauchst es jedes Mal, wenn etwas kaputtgeht oder du etwas ändern willst.

Willst du außerdem eine App in den Stores, verlangt Apple 99 $ im Jahr für sein Entwicklerprogramm und Google einmalig 25 $. Das ist nur der Eintritt: Die App muss gebaut, veröffentlicht, durch die Prüfung jedes Stores gebracht und gepflegt werden.

Dem gegenüber kostet Skool Pro 99 $ pro Monat (82 $ bei jährlicher Zahlung) und der Hobby-Plan 9 $. Und in keiner dieser Rechnungen steckt der teuerste Posten von allen: die Stunden, deine oder die von jemandem, der dir hilft, um alles aufzubauen, zu reparieren und aktuell zu halten.

Was dann an dir hängen bleibt

Neben dem Vertrauen, den Leuten und dem Geld nimmst du beim Abschied von Skool jede Menge Arbeit mit, die dir Skool heute abnimmt.

Mehrwertsteuer und andere Steuern

Skool tritt gegenüber deinen Mitgliedern als Verkäufer auf (auf Englisch merchant of record): Das Mitglied zahlt an Skool, und Skool zahlt dich aus. Deshalb schlägt Skool in den Ländern, in denen das nötig ist, die Mehrwertsteuer auf den Preis auf, kassiert sie, meldet sie an und führt sie ab, und in den USA kümmert es sich auch um die Sales Tax. Du bekommst dasselbe, als gäbe es keine Steuern.

Auf deiner eigenen Website bist du der Verkäufer, und damit sind auch die Steuern deine Sache. Und davon gibt es einige:

  • Europäische Union. Ein Onlinekurs oder eine Online-Community gilt als elektronische Dienstleistung, und dafür fällt die Mehrwertsteuer im Land des Kunden an, nicht in deinem. Sitzt dein Unternehmen in der EU, gilt eine Schwelle von 10.000 € im Jahr für Verkäufe an Privatpersonen in anderen EU-Ländern. Darüber musst du die Mehrwertsteuer ihres Landes berechnen und anmelden, meist über den One-Stop-Shop der EU (OSS). Sitzt dein Unternehmen außerhalb der EU, etwa in der Schweiz, gibt es keine Schwelle: Ab dem ersten Verkauf an eine Privatperson in der EU musst du die Mehrwertsteuer ihres Landes berechnen und anmelden, meist über das Nicht-EU-Verfahren des OSS.
  • Vereinigtes Königreich. Sitzt dein Unternehmen außerhalb, gibt es auch hier keine Schwelle: Sobald du einen aufgezeichneten Kurs an eine Privatperson im Vereinigten Königreich verkaufst, musst du dich innerhalb von 30 Tagen für die dortige Mehrwertsteuer (20 %) registrieren.
  • USA. Es gibt keine landesweite Umsatzsteuer: Jeder Bundesstaat entscheidet, ob er digitale Produkte besteuert und ab welchem Umsatz du die Steuer erheben musst. In Washington zum Beispiel ab 100.000 $ Umsatz im Jahr mit Kunden in diesem Bundesstaat.

Für all das gibt es zwei Wege. Entweder du machst es selbst: die Steuer für jeden Verkauf berechnen (Stripe Tax verlangt dafür 0,5 %), dich überall registrieren, wo es nötig ist, und jedes Quartal die Erklärungen abgeben, fast immer mit Steuerberater. Oder du bezahlst ein Unternehmen, das für dich als Verkäufer auftritt, wie Paddle oder Lemon Squeezy. Die verlangen 5 % plus 50 Cent pro Verkauf: deutlich mehr als Skool Pro, das dasselbe macht.

Fehlgeschlagene Zahlungen, Erstattungen und Zahlungsanfechtungen

Jeden Monat läuft bei jemandem die Karte ab, oder eine Abbuchung wird abgelehnt. Bei Skool wird die Zahlung automatisch erneut versucht (im Dashboard siehst du, wie viele Versuche es schon gab), es wird eine andere Karte probiert, falls das Mitglied eine hinterlegt hat, und wer nicht zahlt, verliert den Zugang, ohne dass du etwas tun musst. Erstattungen machst du direkt im Dashboard, ganz oder teilweise, mit einem Klick.

Auf deiner Website richtest du all das selbst ein und kümmerst dich darum: die erneuten Versuche, die Erinnerungs-E-Mails, den Zugang entziehen, wenn jemand nicht zahlt, und ihn wieder freigeben, wenn er zahlt, die Erstattungen und die Zahlungsanfechtungen, die bei Stripe jeweils 15 $ kosten (20 € in Deutschland).

Punkte, Level und Leaderboard

Bei Skool bringt jedes Like einen Punkt, mit Punkten steigst du im Level auf (es gibt neun), es gibt ein Leaderboard der Aktivsten, und Kurse können sich ab einem bestimmten Level öffnen. Das wirkt wie ein Spiel, aber genau das bringt Leute dazu, mitzumachen und wiederzukommen. Und in einer bezahlten Community ist das bares Geld wert.

In WordPress kann man das mit Plugins nachbauen, und in einer eigenen Anwendung kann man es programmieren. Beides ist nicht kostenlos, und fast nie funktioniert es so gut.

Sicherheit und Wartung

Bei Skool sind Sicherheit, Backups und Ausfälle Sache von Skool. Auf deiner Website sind sie deine Sache.

Läuft deine Website mit WordPress, stecken die meisten Risiken in den Plugins. Laut dem letzten Bericht von Patchstack, einer auf WordPress spezialisierten Sicherheitsfirma, wurden 2025 in WordPress 11.334 neue Sicherheitslücken entdeckt, 91 % davon in Plugins. Fast die Hälfte (46 %) hatte der Entwickler noch nicht geschlossen, als sie öffentlich wurde. Deine Website ist nur so sicher wie das am schlechtesten gepflegte Plugin, das du installiert hast, und sie aktuell zu halten, ist deine Aufgabe.

Hast du sie mit KI gebaut, ist das Risiko ein anderes: Der Code funktioniert, ist aber nicht immer sicher. In den Tests von Veracode mit mehr als hundert KI-Modellen baute der generierte Code 2025 in 45 % der Aufgaben eine Sicherheitslücke ein, und 2026 war das Ergebnis kaum besser (44 %). Und es ist schon passiert: 2025 hat ein Forscher 1.645 Anwendungen geprüft, die mit Lovable gebaut wurden, einem der beliebtesten Tools für KI-Websites. Bei 170 fand er eine schlecht geschützte Datenbank, in der Daten wie Namen und E-Mail-Adressen der Nutzer oder ihre Zahlungen für jeden abrufbar waren. Lovable antwortete, für den Schutz der Daten jeder Anwendung seien die verantwortlich, die sie bauen. Also du.

Ein solches Datenleck ist nicht nur ein technisches Problem. In Europa verpflichtet dich die DSGVO, die Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden zu informieren. Und es ist der schnellste Weg, das zu verlieren, was am schwersten zu gewinnen ist: das Vertrauen deiner Mitglieder.

Und dann ist da etwas, worüber niemand spricht: Du wirst zum Support. „Ich komme nicht rein“, „Die E-Mail kommt nicht an“, „Mir wurde doppelt abgebucht“. Bei Skool löst Skool die Probleme der Plattform. Bei deiner Website schreibt man dir, zu jeder Uhrzeit.

Deine Zeit

Sie ist der teuerste Posten von allen, und über sie spricht man am wenigsten. Die Website aufzubauen, ist nur der Anfang: Danach musst du sie aktualisieren, reparieren, was bei jedem Update kaputtgeht, technische Fragen beantworten und einbauen, was sich deine Mitglieder wünschen.

Jede Stunde, die du mit einem Plugin verbringst oder damit, die KI einen Fehler reparieren zu lassen, ist eine Stunde, die du nicht in deine Mitglieder, die nächste Lektion oder neue Kunden steckst. Bei Skool gehören diese Stunden dir.

Der Umzug: die Mitglieder, die unterwegs verloren gehen

Angenommen, du entscheidest dich trotzdem zu gehen. Das Heikelste ist nicht die Website, sondern deine zahlenden Mitglieder.

Die Abos ziehen nicht mit dir um. Alle Zahlungen laufen über das Konto von Skool (nicht einmal dein eigenes Stripe-Konto kannst du verbinden), also gibt es keinen Weg, sie mitzunehmen: Jedes Mitglied muss sich auf deiner Website neu anmelden und seine Karte erneut eingeben, diesmal auf einer Seite, die es nicht kennt. Manche machen das am ersten Tag, andere schieben es auf, und manche machen es nie.

Öffentliche Zahlen dazu, wie viele bei so einem Umzug verloren gehen, gibt es nicht. Das hängt von jeder Community ab. Aber rechne es mit deiner durch: Hast du 200 Mitglieder, die 49 $ pro Monat zahlen, und 20 wechseln nicht mit, sind das 980 $ weniger pro Monat, fast das Zehnfache der Pro-Gebühr.

Auch Beiträge und Kommentare, die Punkte und Level jedes Mitglieds und der Link zu deiner Community, den du seit Monaten teilst, ziehen nicht von allein um. Und dein Platz in Discovery, der so schwer zu erobern ist, geht mit der Community verloren.

Was an der Kritik an Skool stimmt

Wir sind für Skool, aber wir wollen dir nichts vormachen. Diese Kritikpunkte sind berechtigt:

  • Das Design ist, wie es ist. Du kannst das Icon, das Titelbild, die About-Seite und die Namen der Level ändern, viel mehr nicht. Wenn deine Marke einen komplett eigenen Raum braucht, bekommst du ihn bei Skool nicht.
  • Die Kurse sind einfach. Es gibt keine Prüfungen, Aufgaben oder Zertifikate, und Lektionen werden nach Tagen seit dem Beitritt oder nach Level freigeschaltet, nicht zu einem festen Datum.
  • Die Adresse gehört Skool. Mit dem Pro-Plan kannst du sie in eine mit deiner Marke ändern, aber sie bleibt skool.com/deine-marke. Deine eigene Domain kannst du nicht verwenden.
  • Es gibt keine E-Mail-Funnels. Du kannst mit einem Klick allen Mitgliedern schreiben, aber keine automatischen E-Mail-Sequenzen aufsetzen wie bei Kajabi.
  • Du hängst von einem Unternehmen ab. Wenn Skool seine Preise oder Regeln ändert, betrifft dich das. Das Risiko ist real, auch wenn deine eigene Website genauso von Stripe, deinem Hosting und jedem Plugin abhängt.

Wann sich eine eigene Plattform doch lohnt

In manchen Fällen ergibt es Sinn, zu gehen oder gar nicht erst zu Skool zu kommen:

  • Weiterbildung für Unternehmen, die Zertifikate, Fortschrittsberichte oder E-Learning-Formate wie SCORM verlangt.
  • Kurse mit benoteten Prüfungen oder anerkannten Abschlüssen.
  • Eine große Marke mit Technikteam und Budget, die Vertrauen und Publikum schon hat und für die ein eigener Raum mehr wert ist als alles, was sie verliert.
  • Ein Produkt, das keine Community ist, etwa ein Tool oder eine App.

Wenn keiner dieser Fälle auf dich zutrifft, fährst du sehr wahrscheinlich besser, wenn du bleibst. Und wenn du eher eine andere Plattform suchst als eine eigene Website, vergleichen wir sie einzeln in Skool Alternativen.

Das Beste aus beiden Welten: deine Website und Skool

Es gibt einen Weg, das Gute von beidem zu haben, ohne etwas zu verlieren: deine eigene Website, um Leute anzuziehen, und Skool für alles andere.

Auf deine Website kommt, was dir gehört: deine Domain, deine Marke, ein Blog, der dir Besucher über Google bringt, und vor allem eine E-Mail-Liste. Diese Liste gehört wirklich dir: Sollte Skool eines Tages etwas ändern, das dir nicht gefällt, könntest du all diesen Leuten schreiben. Und auch bei Skool sind dir nicht die Hände gebunden: Im Tab Members kannst du deine Mitgliederliste mit den Antworten auf die Beitrittsfragen exportieren, und die E-Mail-Adresse jedes Mitglieds siehst du in seinen Einstellungen.

Auf deiner Website führen die Buttons zu deiner Skool-Community. Dort treten deine Mitglieder bei, lernen, machen mit und zahlen, auf einer Plattform, der sie schon vertrauen.

Bevor du gehst: Stell dir diese Fragen

Wenn du nach all dem immer noch ans Gehen denkst, beantworte vorher diese Fragen mit deinen Zahlen:

  1. Wie viele deiner Mitglieder kamen über Discovery oder über andere Skool-Communitys? Woher soll der Ersatz kommen?
  2. Gibt ein Fremder seine Kartendaten auf deiner Website genauso bereitwillig ein wie bei Skool?
  3. Wie viel zahlst du Skool heute im Monat, Grundgebühr und Gebühren zusammen? Und wie viel wäre es mit dem anderen Plan?
  4. Was würde dich deine Website jeden Monat kosten, mit Hosting, Plugins, Videos, E-Mails und Tools?
  5. Wer berechnet, kassiert und meldet die Mehrwertsteuer für jeden Verkauf?
  6. Wer repariert die Website, wenn sie an einem Sonntagabend ausfällt?
  7. Wie viele zahlende Mitglieder werden deiner Meinung nach mitwechseln? Und wenn es nur die Hälfte ist?
  8. Was dir bei Skool fehlt: Wünschen sich das deine Mitglieder, oder willst nur du es?
  9. Was würdest du mit den Stunden machen, die dich Aufbau und Wartung kosten würden?

Wenn die Antworten für deine eigene Website sprechen, nur zu: Es ist dein Business, und du kennst es besser als jeder andere. Wenn nicht, weißt du jetzt, was du dir sparst, wenn du bleibst.

Häufige Fragen

Lohnt sich Skool?

Für die meisten Communitys mit Kursen und Calls: ja. Für 9 $ pro Monat (oder 99 $ mit dem Pro-Plan) bekommst du Community, Kurse, Kalender, App und Bezahlung, mit erledigter Mehrwertsteuer. Und du bekommst etwas, das dir keine eigene Website gibt: eine Plattform, der die Leute schon vertrauen, und eine Suche, Discovery, die dir Mitglieder bringen kann.

Skool oder WordPress?

WordPress gibt dir volle Kontrolle über Design und Domain. Aber um zu haben, was Skool mitbringt, brauchst du Hosting, mehrere kostenpflichtige Plugins (Kurse, Mitgliedschaften, Community), einen Videodienst und Zeit, um alles zu pflegen. Und du startest ohne das Vertrauen und die Leute, die dir Skool bringt. Sehr gut funktioniert die Kombination: WordPress für deine Website und deinen Blog, Skool für die Community.

Ist eine eigene Plattform günstiger?

Fast nie. Im Pro-Plan entspricht die Gebühr von Skool ungefähr dem, was du mit Stripe zahlen würdest, und oft ist sie niedriger, wenn du Mitglieder aus anderen Ländern hast. Dazu kommen bei deiner Website Hosting, Plugins oder Tools, Videos, E-Mails und die Mehrwertsteuer. Und das Teuerste ist nicht das Geld: Es sind die Mitglieder, die nicht mehr kommen, und die, die einer unbekannten Website ihr Geld nicht anvertrauen.

Warum vertrauen Leute beim Bezahlen eher Skool?

Weil es eine bekannte Plattform ist, die Bezahlung in allen Communitys gleich abläuft und man im Profil leicht kündigen kann. Auf einer neuen Website weiß der Besucher nicht, ob sie sicher ist und ob er wieder kündigen kann, und wegen dieser Zweifel zahlen viele am Ende nicht.

Kann ich meine Mitglieder aus Skool exportieren?

Ja. Im Tab Members gibt es einen Button, mit dem du die Liste mit den Antworten auf die Beitrittsfragen exportierst, und die E-Mail-Adresse jedes Mitglieds steht in seinen Mitgliedereinstellungen. Ein eigenes Publikum gibt dir aber erst deine E-Mail-Liste auf deiner Website.

Kann ich bei Skool meine eigene Domain nutzen?

Nein. Mit dem Pro-Plan kannst du die Adresse deiner Community in eine mit deiner Marke ändern (die erste Änderung ist inklusive, jede weitere kostet 100 $), aber sie bleibt skool.com/deine-marke. Deine Domain nutzt du am besten für deine Website und verlinkst von dort auf deine Community.

Was passiert mit meinen Mitgliedern, wenn ich Skool verlasse?

Ihre Abos ziehen nicht mit um: Jedes zahlende Mitglied muss sich auf deiner neuen Website neu anmelden und seine Karte eingeben. Auch Beiträge, Punkte und Level kommen nicht mit. Kündige den Umzug rechtzeitig an und rechne damit, dass ein Teil nicht mitwechselt.

Kann ich mir mit KI eine eigene Plattform bauen?

Ja: Mit den heutigen Tools kannst du eine Website mit Kursen, Mitgliederbereich und Bezahlung bauen, ohne programmieren zu können. Schwierig wird es danach: dass die Leute ihr vertrauen, dass überhaupt jemand kommt, Sicherheit, Steuern, fehlgeschlagene Zahlungen und Support. Die KI hilft dir beim Bauen, aber sie pflegt die Website nicht für dich und bringt dir keine Mitglieder.